KfW Förderung für Energiespeichersysteme

KFW Förderfähig

Wer sich für die Solarstrom-Anlage auf dem eigenen Dach einen Batteriespeicher zulegen möchte,

erhält eine Unterstützung vom Staat. Pro Kilowattpeak Leistung der Photovoltaik-Anlage beträgt die

Förderung bis zu 660 Euro. Wie hoch die Förderung vom Staat zur Anschaffung des Speichers genau

ausfällt, hängt von den Kosten des gewählten Batteriesystems und von der Größe der Solarstrom-

Anlage ab. Die Förderung können Betreiber von solchen Solarstrom-Anlagen beantragen, die ab

Januar 2013 installiert wurden und eine maximale Leistung von 30 Kilowatt haben.

Die Förderung muss vor Anschaffung des Speichers beantragt werden.

Gefördert wird der Kauf des Batteriespeichers mit der „Richtlinien zur Förderung von stationären und dezentralen Batteriespeichersystemen zur Nutzung in Verbindung mit Photovoltaik Anlagen“. Die staatliche KfW-Banken-gruppe gewährt einen zinsgünstigen Kredit über die Anschaffungssumme. Sollte das System überwiegend aus Eigenkapital finanziert werden, genügt ein Kreditantrag in der Höhe des benötigten Fremdkapitals. Der Staat fördert den Kauf eines Speichers zudem mit einem attraktiven Tilgungszuschuss, der Kreditantrag muss daher mindestens in der Höhe des errechneten Zuschusses gestellt werden.

Die Förderhöhe hängt von der Größe der Photovoltaik-Anlage und den Anschaffungskosten des Speichersystems ab. 30 Prozent der anzurechnenden Kosten bezuschusst der Staat. Dabei wird unterschieden, ob der Speicher gleichzeitig mit einer Solaranlage installiert oder ob er zu einer bestehenden Photovoltaik-Anlage mit Errichtungsdatum nach dem 31.12.2012 nachgerüstet wird. Der maximale Fördersatz liegt im ersten Fall bei maximal 600 Euro pro Kilowatt Solaranlagen- Leistung, im zweiten Fall bei maximal 660 Euro, da ein höherer Aufwand für den nachträglichen Einbau der Steuerungstechnik angenommen wird. Hierbei muss die Anschaffung der Photovoltaik- Anlage deutlich abzugrenzen sein von den Zusatzinvestitionen in den nachträglichen Einbau des Speichers. In jedem Fall muss der Antrag vor Beauftragung des Speicherkaufs gestellt werden. Bereits abgeschlossene Lieferungs- und Leistungsverträge können nicht gefördert werden. Der Fördersatz errechnet sich als 30-prozentige Förderquote auf die maximal förderfähigen Kosten von 2.000 Euro (bei kombinierter Installation) bzw. 2.200 Euro (bei Speicher-Nachrüstung) je Kilowatt Anlagenleistung. Die Nachrüstung eines Speichers soll nach dem Willen des Bundesumwelt Ministeriums nur dann bezuschusst werden, wenn die Photovoltaik-Anlage mindestens sechs Monate vor dem Speicher in Betrieb genommen wurde, frühestens aber am 1.1.2013   

Schritt für Schritt zum Kredit

Planen Sie Ihre Anlage:

Holen Sie ein Angebot und einen Kostenvoranschlag für Batteriespeicher und Photovoltaik-Anlage ein.

Beantragen Sie Ihren Förderkredit:

Besprechen Sie Ihr Anliegen mit Ihrer Bank vor Ort. Nehmen Sie den Kostenvoranschlag gleich zum Bankgespräch mit. Ihre Bank füllt den Kreditantrag mit Ihnen aus und reicht ihn bei der KfW ein. Ist die Zusage durch die KfW erteilt, schließt Ihre Bank mit Ihnen den Kreditvertrag ab.

Wichtig: Den Antrag stellen Sie vor Beginn des Vorhabens. Der Vorhabensbeginn ist der Abschluss eines verbindlichen Liefer- und Leistungsvertrags. 

Jetzt können Sie die Anlage installieren lassen:

Nun können Sie mit den Installationsmaßnahmen beginnen. Sie können den Kreditbetrag auch in Teilbeträgen abrufen, um die Rechnungen zu bezahlen.     

Fordern Sie Ihren Tilgungszuschuss an:

 

Wenn Sie Ihre Anlage in Betrieb genommen haben, können Sie den Tilgungszuschuss bei Ihrer Bank vor Ort anfordern. Er reduziert Ihre Kreditschuld und verkürzt so die Laufzeit des Kredites. Alle Informationen zur Förderung von Solarstrom Speichern ab dem 01. Mai 2013 erhalten Sie unter http://www.kfw.de Erneuerbare Energien – Speicher Strom aus Sonnenenergie erzeugen und speichern

 

 

Förderung DC24 HOME Stromspeicher ab 01. Mai 2013

Rechenbeispiele

 

PV + DC24 HOME

StromspeicherA: Kombinierte Installation einer 4 kWp-Photovoltaik-Anlage und eines 4 kWh DC24 HOME Stromspeichers mit 2,7 kWh nutzbarer Kapazität

Kosten der Gesamtinstallation: 17.600 Euro. Unterstellte - beispielhafte - Kosten der PV-Anlage pro kWp: 1.600 Euro. Anlegbare Kosten des DC24 HOME: 17.600 Euro – 6.400 Euro = 11.200 Euro

Fördersatz für Speicher pro kWh: 11.200 Euro / 4 (kWp) x 0,3 = 840 Euro. Förderhöhe eigentlich 840 Euro, gefördert werden jedoch maximal 600 Euro je kWp bei einer kombinierten Installation inkl. Photovoltaik.

Anlagengröße: 4 kWp, Förderung je kWp: 600 Euro - 4 (kWp) x 600 Euro =
2.400 Euro Speicher- Zuschuss vom Staat

 

B: Kombinierte Installation einer 6 kWp-Photovoltaik-Anlage und eines 8 kWh DC24 HOME Stromspeichers mit 5,4 kWh nutzbarer Kapazität

Kosten der Gesamtinstallation: 25.200 Euro. Unterstellte - beispielhafte - Kosten der PV-Anlage pro kWp: 1.600 Euro. Anlegbare Kosten des DC24 HOME: 25.200 Euro – 9.600 Euro = 15.600 Euro Fördersatz für Speicher pro kWh: 15.600 Euro / 6 (kWp) x 0,3 = 780 Euro.

Förderhöhe eigentlich 780 Euro, gefördert werden jedoch maximal 600 Euro je kWp bei einer kombinierten Installation inkl. Photovoltaik.

Anlagengröße: 6 kWp, Förderung je kWp: 600 Euro - 6 (kWp) x 600 Euro =
3.600 Euro Speicher- Zuschuss vom Staat

 

C: Kombinierte Installation einer 10 kWp-Photovoltaik-Anlage und eines 12 kWh DC24 HOME Stromspeichers mit 8,1 kWh nutzbarer Kapazität

Kosten der Gesamtinstallation: 36.000 Euro. Unterstellte - beispielhafte - Kosten der PV-Anlage pro kWp: 1.600 Euro. Anlegbare Kosten des DC24 HOME: 36.000 Euro – 16.000 Euro = 20.000 Euro

Fördersatz für Speicher pro kWh: 20.000 Euro / 10 (kWp) x 0,3 = 600 Euro. Förderhöhe entspricht der maximalen Förderung in Höhe von 600 Euro je kWp bei einer kombinierten Installation inkl. Photovoltaik.

Anlagengröße: 10 kWp, Förderung je kWp: 600 Euro - 10 (kWp) x 600Euro=
6.000 Euro Speicher- Zuschuss vom Staat

Nachrüstung DC24 HOME Stromspeicher

 

A: Nachrüstung 4 kWp-Photovoltaik-Anlage mit 4 kWh DC24 HOME Stromspeicher mit 2,7 kWh nutzbarer Kapazität

Kosten für Speichersystem: 11.200 Euro - Anlagengröße: 4 kWp - 11.200 Euro / 4 (kWp) x 0,3 = 840. Gefördert werden bei einer Speicher-Nachrüstung maximal 660 Euro je kWp.

Anlagengröße 4 kWp - Förderung je kWp: 660 Euro - 4 (kWp) x 660 Euro =
2.640 Euro Speicher- Zuschuss vom Staat

B: Nachrüstung 6 kWp-Photovoltaik-Anlage mit 8 kWh DC24 HOME Stromspeicher mit 5,4 kWh nutzbarer Kapazität

Kosten für Speichersystem: 15.600 Euro - Anlagengröße: 6 kWp - 15.600 Euro / 6 (kWp) x 0,3 = 780. Gefördert werden bei einer Speicher-Nachrüstung maximal 660 Euro je kWp.

Anlagengröße 6 kWp - Förderung je kWp: 660 Euro - 6 (kWp) x 660 Euro =
3.960 Euro Speicher- Zuschuss vom Staat

C: Nachrüstung 10 kWp-Photovoltaik-Anlage mit 12 kWh DC24 HOME Stromspeicher mit 8,1 kWh nutzbarer Kapazität

Kosten für Speichersystem: 20.500 Euro (inkl. 500 Euro Installationskosten) - Anlagengröße: 10 kWp 20.500 Euro / 10 (kWp) x 0,3 = 615. Gefördert werden bei einer Speicher-Nachrüstung maximal 660 Euro je kWp.

Anlagengröße 10 kWp - Förderung je kWp: 615 Euro - 10 (kWp) x 615 Euro=
6.150 Euro Speicher- Zuschuss vom Staat

Voraussetzungen für die Förderung

Batteriespeicher entlasten die Stromnetze. Durch die Speicherung wird mehr selbst erzeugter Solarstrom direkt vor Ort verbraucht, und es muss weniger Solarstrom über die öffentlichen Stromleitungen transportiert werden. Damit sich dieser Vorteil fürs Stromnetz voll entfalten kann, stellt der Gesetzgeber zwei Förderbedingungen:

1. Der Betreiber der Photovoltaik-Anlage verpflichtet sich, die Einspeiseleistung seiner Solarstrom- Anlage auf 60 Prozent der Anlagenleistung zu reduzieren. Beispiel: Bei einer Photovoltaik-Anlage ist der Wechselrichter auf eine Leistung von 10 Kilowatt ausgelegt, dann können maximal 6 Kilowatt in das Stromnetz eingespeist werden. Der restliche Strom ist natürlich nicht verloren. Er kann direkt selbst verbraucht oder mithilfe des Speichers für den späteren Verbrauch zwischengelagert werden.

2. Um eine hohe Qualität und Lebensdauer der Speicher sicherzustellen, werden nur Speichersysteme gefördert, für die der Hersteller eine 7-jährige Zeitwertgarantie mitliefert. Das heißt, dass der Anlagen-Betreiber bei Eintreten eines Defekts innerhalb der ersten sieben Jahre den jeweiligen Zeitwert der Batterie ersetzt bekommt.   

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